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Historie der Wasserkraft

10.03.2017

Die Geschichte der Wasserkraft

Die Menschen nutzen schon seit einigen tausend Jahren die Kraft des Wassers, um sich das Leben und die Arbeit einfacher zu machen. Voraussetzung war früher ein fließendes Gewässer, das möglichst immer genügend Wasser führte.

In China soll die Wasserkraft schon vor etwa 5.000 Jahren eingesetzt worden sein. Vor circa 3.500 Jahren gab es zum Beispiel an den Flüssen Nil und Indus erste Maschinen, die von der Wasserkraft angetrieben wurden und Wasser schöpfen konnten, um Felder zu bewässern. Dann nutzten auch Römer und Griechen das Wasser als Antrieb für verschiedene Maschinen. Die Archimedische Schraube wurde vor 2.200 Jahren erfunden. Sie besteht aus einer sich drehenden Welle mit Spirale und wird bis heute als Förderanlage (Schraubenpumpe) für Flüssigkeiten genutzt.
Vor Christi Geburt nutzten die Menschen die Wasserkraft nur zum Schöpfen, Heben und Antrieb einfacher Maschinen. Bei Getreidemühlen zum Beispiel wurde das Drehen des Wasserrades umgewandelt in das Drehen des Mühlsteins. In Deutschland entstand das erste Wasserrad etwa um Christi Geburt in der Nähe von Aachen.

Im frühen Mittelalter erst konnte man die Drehbewegung des Wasserrades in eine Hin- und Herbewegung umwandeln, zum Beispiel als Antrieb für eine Hammermaschine oder eine Säge. Etwa 100 Jahre später gab es eine neue Art der Konstruktion. Die Schaufeln der Wasserräder tauchten in eine genau passende Wasserrinne. Das Wasser konnte nicht ausweichen, so dass die Kraft des Wasserrades deutlich größer wurde. Das wurde in Hammerschmieden und zum Eisenerz stampfen ausgenutzt. Später gelang das Abpumpen von Wasser mit Hilfe von Wasserrädern aus Bergbaustollen. Bis hierher fand die Kraftübertragung vom Wasserrad zur Maschine mit Riemen und Bändern statt, die aber nicht so reißfest waren.

Erst vor etwa 200 Jahren wurde die Zahnradmechanik entwickelt und eingesetzt, die der Kraft viel besser standhalten konnte. Im Jahr 1767 gab es das erste Wasserrad aus Gusseisen, das eine noch größere Belastung aushielt und mehr Leistung brachte. Zu dieser Zeit existierten in Europa etwa 500.000 Wasserräder.

1842 wurde der Vorläufer der ersten Wasserturbine entwickelt. Er nutzte größere Wassermengen und höhere Gefälle. Der erste Generator wurde 1866 erfunden, so dass die Wasserkraft in Strom umgewandelt werden konnte. Das erste Wasserkraftwerk gab es 1880 in England. Am 15. Mai 1890 errichtete dann der Holzstoff-Fabrikant Konrad Fischer das erste Wasserkraftwerk in Bad Reichenhall in Deutschland.

Bis vor 100 Jahren noch wurde die Kraft des Wassers vor allem in Getreidemühlen, Hammerschmieden und Sägewerken genutzt. Das Wasser floss entweder oben aufs Rad und drückte es herunter, oder es schob den unteren Teil des Rades durch das Wasser. In jedem Fall drehte sich das Wasserrad. Heute sind Wasserräder verbunden mit Turbinen und Generatoren, um die Bewegungsenergie in elektrischen Strom umzuwandeln.
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Etwas über 16 Prozent der weltweiten Stromerzeugung erfolgt durch die Nutzung von Wasserkraft. Damit liegt sie auf Platz 3 hinter den beiden fossilen Energieträgern Kohle und Erdgas. Wasserkraft ist sehr wichtig für die Energiewende. Heute kommen unter anderem Gezeitenkraftwerke im Meer, Laufwasserkraftwerke an fließenden Gewässern und Speicherkraftwerke an Stauseen zum Einsatz.


Texter(in):
Michaela Potthoff
Bildquelle(n):
fotolia.com - © iphotothailand1
fotolia.com - © Andy Ilmberger

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